Bankencrash 2021:

Dagegen war die Lehmann-Brother-Pleite in 2008 harmlos!

Wenn Krisen und Katastrophen bedeutende und epochale Einschnitte darstellen, sind Vergleiche zu ähnlichen Ereignissen der Vergangenheit ein verständliches Anliegen, um zukünftige Brandherde besser meistern zu können.

Stellt man das Wirtschaftsjahr 2008 und die erste Hälfte des Jahres 2020 gegenüber, lassen sich Parallelen ausmachen, die eine Wiederauflage einer Krise deutlich machen. Aber auch Unterschiede werden deutlich.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008

Das Wirtschaftsjahr 2008 hatte seinen negativen Höhepunkt im Bankencrash rund um die Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers. Vorausgegangen war der „American Dream“ vom Eigenheim, der für möglichst viele Amerikaner wahr werden sollte. Die Banken hatten mehr denn je Dollarzeichen in ihren Augen, weil sie an jedem vergebenen Kredit gutes Geld verdienten. Dass die lockere Kreditvergabe höchst risikoreich war, störte die Banken nicht. Sie konnten die Kredite weiterverkaufen, gebündelt mit lukrativeren Produkten in Wertpapiere. Das Risiko, einem „faulen“ Kredit aufgesessen zu sein, lag also beim Käufer, sprich bei der nächsten Bank.

Durch die Anhebung des Leitzins der US-Notenbank kamen viele Kreditnehmer in extreme Schwierigkeiten, die meistens mit dem Verkauf „ihrer“ Immobilie endeten. In direkter Konsequenz verloren viele Menschen in den USA ihr Haus und ihre Ersparnisse. Die Banken gingen leer aus, der US-Leitindex Dow Jones rutschte an einem Tag 4,4 Prozent (504 Punkte) ab.

Die Welt wird über Nacht in eine Wirtschafts- und Finanzkrise gestürzt, wie es sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gab. Zentralbanken und Regierungen müssen Banken retten, gleichzeitig explodiert der Goldpreis. Er legt am ersten Handelstag nach der Lehman-Insolvenz im Londoner Fixing um 3,3 Prozent zu und notiert 775 USD/Feinunze (31,103 Gramm). Geschichtsträchtig wird es für den Goldpreis am 17. September 2008. Es geht 110 Dollar oder satte 14 Prozent nach oben. Die Welt begreift, dass auch das Vertrauen der Banken untereinander aufgebraucht ist.

2020 – Ein Virus zwingt die Weltwirtschaft in die Knie

Das Wirtschaftsjahr 2020 steht unter dem Einfluss des neuartigen Coronavirus SARS-Covid-19. Es scheint, dass die globalen Wertschöpfungsketten, die auf Nähe und Effiziens basieren, auf Dauer eine Veränderung erfahren. Kontakt- und Ausgangssperren sind das Gebot der Stunde, um mögliche Ansteckungen zu vermeiden. „Just in time“ wird zu „just in case“.
Neben den unzähligen globalen Krisen und geopolitischen Risiken hat die Coronapandemie den gesamten Erdball in eine wirtschaftliche Schockstarre versetzt. Ein Shutdown, der alle Branchen ausbremst. Geschäfte schließen, Flugzeuge bleiben am Boden, Produktionsbänder stehen still, Schulen, Universitäten und Kitas bleiben geschlossen. Mutter Erde ist im Ausnahmezustand. Noch sind die mittel- und langfristigen Folgen der weltweiten Betriebsunterbrechungen nicht absehbar und auch nicht bezifferbar. Vorsichtige Prognosen ähneln einer wirtschaftlichen Apokalypse. Der Vergleich mit Kriegswirtschaften trifft den Punkt genau ähnlich der Finanzkrise 2008.
Nur dass diese Krise jetzt die schlimmste seit Ende des Zweiten Weltkriegs sein wird, deren Ausmaß generationenübergreifend wirkt und alles bisher Erlebte (Wirtschafts- und Naturkatastrophen) der letzten Jahrzehnte in den Schatten stellen wird.

2021 - „Was bitte schön, wenn eine Bank auch pleite geht …?“

Der Lockdown hat die globale Wirtschaft in die Krise gestürzt. Als Folge droht nun für 2020 und 2021 eine weltweite Welle an Insolvenzen. Auch wenn diese kommende Pleitewelle bislang durch die vom Staat aufgerufene „Insolvenzverschleppung per Dekret“ bis zum kommenden Frühjahr verschoben wird, schlägt für viele Unternehmen bald die Stunde der Wahrheit. Ab dem vierten Quartal wird diese Zeitbombe mit einhergehender Arbeitslosigkeit hochgehen, und die Schockwellen dürften sich zunächst bis in das gesamte erste Halbjahr 2021 ausbreiten.
In dieser anstehenden Wirtschaftskrise werden die Menschen ihr Geld zusammenhalten und dieses viele Geld wird dann aber auf ein geringeres Warenangebot treffen, da viele Lieferketten durch Insolvenzen wegbrechen.
Das führt dann m.E. zwangsläufig in die Inflation!
Allein 15-20% aller Kreditnehmer bei unseren Banken sind sogenannte „Zombieunternehmen“ (scheintot). Diese werden aktuell von der Politik und den Banken durch Nullzins am Leben gehalten. Wenn die Ertragserosion bei den Banken durch die Insolvenzen dieser Zombies zwangsläufig zunimmt, wird es zu einem weiteren, starken Einbruch der Erträge bei den Banken kommen. Die vielen ausfallenden Kreditrückzahlungen, als Folge der Maßnahmen gegen die Coronapandemie bei den aktuell noch Beschäftigten und auch Selbständigen, sind hierbei völlig unberücksichtigt.
Viele Arbeitnehmer werden durch Arbeitslosigkeit ihren Kredit fürs Haus nicht mehr bedienen können. Vor diesem Hintergrund wird es sehr bald zu einer Beschränkung
der Kreditvergabe bei den Banken kommen. Neben dem „verbrannten“ Eigenkapital kippen folglich mit der kommenden Pleitewelle Kredite, die mittlerweile in den Bilanzen der Banken als „risikolos“ ausgewiesen werden. Hier geht staatlich angeordnete Insolvenzverschleppung mit möglicher Bilanzfälschung einher!

Durch diese Verluste schmilzt das Eigenkapital der Banken dahin. Aufgrund von Gesetzen müssen Banken jedoch zur Vergabe von Krediten eine Mindestausstattung an Eigenkapitel aufweisen. Das wird dazu führen, dass die ersten Zombieunternehmen kein Geld mehr erhalten. Es folgt eine Kettenreaktion.
Die Banken können auch nicht einfach ihre Ausgaben und Kosten reduzieren. Dazu müssten sie nämlich Mitarbeiter entlassen und Abfindungen zahlen, die sofort das Eigenkapital reduzieren. Sie befinden sich also in einer Zwickmühle, aus der sie nicht herauskommen …

Entschädigungsfall durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken